Warum ich immer blitze…

Aktuell ist die Hochzeits-Saison ja im vollen Gange, und ich stecke mittendrin im ständigen Kreislauf aus Vorgesprächen, Vorshootings, Hochzeiten und Bildbearbeitung.
Bei der Bearbeitung fällt mir immer wieder auf, dass ich zukünftig keinesfalls auf meine mobile Blitztechnik verzichten möchte.

Warum blitzen?

Im untenstehenden Beispiel während dem Paarshooting wollte mein Brautpaar ein Bild mit der Würzburger Residenz im Hintergrund haben. Bei dem sehr sonnigen Wetter an dem Tag musste ich die beiden in den Schatten stellen, damit sie nicht zu stark geblendet werden.
Wenn ich dann die Residenz im Hintergrund korrekt belichte, bleibt von meinem Paar nur noch ein zu dunkler Schattenriss übrig…

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In Lightroom habe ich das Bild mal soweit aufgehellt (fast 3 Blenden), bis die Belichtung im Vordergrund passt – dabei verliere ich den Hintergrund aber fast komplett. Würde ich also schon vor Ort auf den Vordergrund belichten, bleibt von meiner tollen Location nicht mehr viel übrig.

warum_ich_immer_blitze_hochzeitsfoto-ly8_7212-2

Meine Lösung

Mit einem entfesselten Systemblitz auf einem Lichtstativ und einem 90cm Durchlichtschirm bekomme ich die Lichtsituation ganz gut in den Griff.
Übrigens noch ein Gedanke an alle Systemblitz-Kritiker: Ich hatte hier wahrscheinlich ca. 1/2 Leistung am Blitz eingestellt. Bei ISO50, 1/160s und f5.6 kann sich das Ergebnis schon sehen lassen, finde ich. Für den riesen Vorteil an Mobilität kann ich ganz gut mit der begrenzten Leistung leben, zumal ich meistens zwei Stück dabei habe und notfalls mit einem zweiten Blitz einfach die Leistung verdoppeln kann.

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Die Grenzen

Natürlich kommt man irgendwann trotzdem an die Grenzen… Solange ich in der Nähe meines Autos bin setze ich dann doch einen 400 Ws Porty ein, der auch oftmals bei voller Leistung arbeiten muss, wie im folgenden Bespiel.

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Also wenn man eben keine Assistenz hat, bringt einen ein Reflektor herzlich wenig. Selten gibts zufällig irgendwas im Umfeld, dass man den Reflektor gut positionieren könnte.
    Daher bedient man sich eben wie hier schön kurz und knackig geschrieben, eines Blitzes oder mehrerer;-)

    Ich finde die Fotos extrem gut, sehr modern. Muss man im Zweifel mit dem Pärchen eben besprechen, aber die verstehen auch wenn es eben net anders geht!

    Viele Grüße aus Münster

  2. Ich blitze auch sehr häufig, genau wie Du es beschrieben hast! Nur finde ich das Licht vom runden 100 cm Zebra-Reflektor etwas besser. Die Haut sieht angenehmer aus. Nur wenn man allein unterwegs ist, ist die Benutzung eines Reflektors eher problematisch. Kennen wir ja alle.

    Ich finde auch das Videolicht von DedoLight sehr geil. ;)

  3. Hey Lucky,

    hab heut mal wieder bei Dir vorbei geschaut und bin eben über diesen Blogpost gestoßen.
    Vom Prinzip her muss ich Dir recht geben, soviel Dynamik hat keine Kamera, auch keine 20K teure PhaseOne.
    Da muss man mit dem Blitz oder wenn möglich mit einem Reflektor mal nachhelfen.
    In Deinem gezeigten Beispiel schauts aber zu übertrieben aus, oder?
    Man meint fast das Paar wurde im Studio vor einer Fototapete gestellt.
    In dem Fall empfehle ich dann lieber die Residenz richtig zu belichten und das Paar selektiv aufzuhellen.
    Ist aber wie gesagt nur meine Meinung.
    Ansonsten Top Arbeiten….!!!
    Viele Grüße nach Fürth aus Bamberg
    AleX

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