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Supersync

Blitzen jenseits der Synchronzeit

Wer sich schonmal mit dem Blitzen beschäftigt hat, der hat sicher den Begriff „Synchronzeit“ schonmal gehört. Das ist die kürzeste mögliche Belichtungszeit, mit der die Kamera die Blitzauslösung synchronisieren kann (und auch irgendwie der Namensgeber meines Blogs).

Aber was bedeutet das genau? Um zu verstehen, weshalb diese Grenze existiert muß man wissen, wie der Schlitzverschluss aktueller Kameras arbeitet: Der Verschluss besteht aus zwei „Verschlussvorhängen“, die nacheinander ablaufen. Der erste Vorhang bewegt sich von oben nach unten, und gibt somit den Sensor frei. Mit dem Start der Bewegung startet auch die Belichtungszeit. Kurz vor Ende der gewählten Belichtungszeit setzt sich der zweite Vorhang in Bewegung und verdeckt den Sensor wieder. Wenn auch der zweite Vorhang unten angekommen ist fällt kein Licht mehr auf den Sensor, und die Belichtungszeit endet. So weit, so klar?
Wenn ich dabei nun mein Bild mit einem Blitz beleuchten will, gibt die Kamera dem Blitz das Signal zum zünden in dem Moment, wo der erste Vorhang unten angekommen ist und der Sensor mit voller Fläche dem Licht ausgesetzt ist. Wegen der sehr kurzen Leuchtdauer des Blitzes kann jetzt ein kurzer Impuls Licht auf den Sensor fallen.
Das Problem mit der maximalen Synchronzeit entsteht, wenn man die Belichtungszeit kürzer wählen möchte als z.B. 1/250s (gilt für die meisten Nikon Kameras). Die Verschlussvorhänge bewegen sich nämlich immer gleich schnell, und unterhalb der schnellsten Synchronzeit muß der zweite Vorhang bereits starten, wenn der erste Vorhang noch gar nicht unten angekommen ist. Für das Blitzen bedeutet das also, daß zu keinem Zeitpunkt der Sensor mit seiner gesamten Fläche dem Licht ausgesetzt ist, und deshalb mit einem einzelnen Blitz nur ein Streifen des Sensors belichtet wird. Je kürzer die Belichtungszeit gewählt wird, desto schmaler wird der belichtete Streifen.
In diesem Video sieht man sehr gut, wie sich der Verschlussablauf einer D3s bei 1/100s und 1/1000s verhält:

Blitzen innerhalb der Synchronzeit

Durch den oben beschriebenen zeitlichen Ablauf des Verschluß-Vorhangs ist also die kürzeste Belichtungszeit beim Blitzen von der Geschwindigkeit der Verschlussvorhänge abhängig. Je nach Kameramodell liegt diese bei aktuellen Geräten zwischen 1/160s und 1/250s. Unterhalb dieser spezifischen Zeit klappt somit alles mit dem Blitzen, aber was gibt es für Möglichkeiten, wenn ich kürzer Belichten möchte als 1/250s?

Warum kürzer belichten?

Das Problem entsteht erst, wenn das vorhandene Konstantlicht im Rahmen der Synchronzeit und der gewünschten Blende nicht zu einer „vernünftigen“ Belichtung führt.
In Zahlen gesprochen: Wenn ich gerne mit einer Blende von f2.8 fotografieren möchte und meine kürzeste Synchronzeit von 1/250s wähle, kann es bei Tageslicht passieren, daß mein Hintergrund völlig überbelichtet wird. Welche Möglichkeiten habe ich aber, um dennoch zu einem „richtig“ belichteten Bild zu kommen?

Lösung Nr. 1a+b: Abblenden oder Filtern

Ich könnte die Blende soweit schließen, bis der Hintergrund für meine Bild-Idee richtig belichtet wird, und dann mit dem Blitz mein Motiv aufhellen. Probleme dabei: Durch das Abblenden brauche ich mehr Blitzleistung und meine Schärfentiefe wird höher – ich verliere die Freistellung des Motivs durch die knappe Schärfe und lenke damit den Blick eventuell auf jetzt schärfer abgebildete Details im Hintergrund. Bei starkem Sonnenlicht tagsüber muß ich evtl. bis in Bereiche von f16 abblenden, und brauche dann schon einen Blitz mit ordentlich Leistung, um genug Licht durch die kleine Blendenöffnung zu quetschen.

Eine weitere Lösung wäre ein Graufilter vor dem Objektiv. Ich kann die Blende dann zwar offen lassen, allerdings ergibt sich in Sachen Blitzleistung dann das gleiche Problem wie bei geschlossener Blende, und: der Fokus wird mir Probleme bereiten, da das Sucherbild und das Licht, welches das Autofokus-Modul erreicht durch den Filter ja auch abgedunkelt wird.

Hier ein Bild vom Shooting letzten Donnerstag mit „normal“ machbaren Einstellungen:

1/250s, f8, 24mm, ISO100 - die Schärfentiefe ist sehr hoch

1/250s, f8, 24mm, ISO100 – die Schärfentiefe ist sehr hoch

Leider kann ich kein Beispiel mit Graufilter zeigen, aber die Ergebnisse sind sehr ähnlich wie mit der Supersync, siehe weiter unten.

Lösung Nr. 2: FP-Sync / HSS

Die meisten Systemblitze (ich kann aber nur für Nikon und Canon sprechen) haben mittlerweile einen Modus, der das Problem mit dem einem einfachen Trick löst: Während der Spalt zwischen den beiden Verschlussvorhängen über den Sensor fährt, wird einfach im richtigen Takt mehrfach geblitzt, so daß der jeweilige Bereich des Sensors Licht abbekommt. Bei Nikon heißt das FP-Modus, bei Canon HSS.
Aber, kein Feature ohne Probleme: Weil der Blitz ja nun öfter innerhalb einer sehr kurzen Zeit leuchten muß, kann nur eine deutlich geringere Menge an Leistung abgegeben werden, als bei einem einzigen Blitz. Vor allem aber muß der Blitz auf dem Blitzschuh der Kamera sitzen, da deutlich mehr Informationsaustausch zwischen Kamera und Blitz ausgetauscht wird, als ein simples „Blitz, jetzt!“. Letzteres Problem lässt sich mit modernen (meist auch TTL-fähigen) Auslösern umgehen, da hier die komplette Kommunikation zwischen Kamera und Blitz über Funk übertragen wird. Ich verwende hier die Auslöser von Pixel, Modell King. Das klappt soweit zwar alles ganz gut, aber die Leistung meiner SB-800 und SB-900 Nikon-Blitze reicht dann schnell nicht mehr aus, um gegen starkes Sonnenlicht anzublitzen. Darum gibt es mittlerweile die Lösung Nr. 3, die mit Hilfe eines deutlich stärkeren Blitz genutzt werden kann.

Lösung Nr. 3: Supersync

Um sich diesen Trick zunutze zu machen, muß man etwas über die Funktionsweise einer Blitzröhre wissen, was ich hier mal in ein schematischen Diagramm gemalt habe:

bigfloat-supersync_diagramm

Rot der Leuchtverlauf des Blitzes, grün die Belichtungszeit. Unterschiedliche Belichtungszeiten, gleiche Blitzleistung.

Rot ist der schematische Verlauf der Leuchtstärke über die Zeit dargestellt, im grünen Bereich findet die Belichtung des Sensors statt. Im linken Diagramm ist die Belichtungszeit deutlich länger als die Leuchtdauer des Blitzes, so daß quasi fast die gesamte Menge an Blitzlicht den Sensor erreicht, und das Bild belichtet. Im rechten Diagramm liegt die grün markierte Belichtungszeit nun deutlich unter der Leuchtdauer des Blitzes. Wenn der Blitz nun früh genug das Signal zum Zünden bekommt, schneide ich mit der kurzen Belichtung also ein Stückchen der abgegebenen Lichtmenge heraus, und kann diese nutzen um mein Motiv zu belichten. Bei folgendem Bild sieht man schon den deutlichen Unterschied zwischen Blende 8 oben und Blende 2.8. Ich habe zwar dazwischen auch etwas am Zoom gedreht, aber ich denke, man erkennt den Unterschied auch trotz leicht geänderter Brennweite.

1/1250s, f2.8, 35mm, ISO100 - die Schärfentiefe ist deutlich geringer, das Bild dadurch meiner Meinung nach viel weniger unruhig

1/1250s, f2.8, 35mm, ISO100 – die Schärfentiefe ist deutlich geringer

 

Benötigte Technik

Was braucht man nun alles, um die technischen Grenzen so überlisten zu können?

Das Wichtigste ist wohl die Funkauslösung. Ich kann zwar nicht exakt sagen, weshalb es mit Pixel Kings und Pocket Wizards klappt, mutmaße aber folgendes: Eine „einfache“ Funkauslösung sendet nur den Befehl zum Blitzen an den Empfänger, der dann den Blitz auslöst. Die „intelligenten“ TTL-fähigen Auslöser können für den TTL Modus scheinbar viel schneller kommunizieren, und schaffen es daher den Blitz früher auszulösen.
Ich habe selbst nur die Pixel Kings getestet, aber die ganze Sache scheint auch mit Pocket Wizard Flex tt5 zu klappen.

Weiter braucht man einen „langsamen“ Blitz. Von Elinchrom eignet sich der Ranger Quadra mit S-Head (S=Standard, A=Action). Um die Supersync zu erreichen sollte man den Standard-Kopf nehmen, da dessen Abbrenndauer länger ist als beim Action-Modell. Prinzipiell gilt also, je länger die Abbrenndauer, desto besser klappt das mit der Supersync – natürlich alles in gewissen Grenzen.
Da der Ranger aber ganz schön teuer ist, habe ich mir im Herbst einen Jinbei FL-500 zugelegt, erstmal nur, um mobil mit 400W/s blitzen zu können; die Idee mit dem Synchronisieren bei beliebig kurzen Zeiten kam mir erst hinterher :)
Scheinbar ist die Abbrenndauer des Jinbei Porty so lang, daß ich über alle Leistungsstufen des Blitzes fast beliebig kurze Belichtungszeiten wählen kann. Ich hab das mal ausprobiert, indem ich ein weißes Papier fotografiert habe, und in allen möglichen Kombinationen eine halbwegs gleichmäßige Belichtung finden konnte. Einen sehr leichten Verlauf bekommt man bei manchen Zeit/Leistungs-Kombinationen, da ich mit der kurzen Belichtungszeit ja einen Teil der steigenden Flanke des Blitzes einfange. Dieser Verlauf ist mir allerdings bisher nur bei den Tests mit dem weißen Papier aufgefallen, im echten Einsatz ist der Effekt für mich vernachlässigbar. Die Bilder vom weißen Papier mit Fokus X in der Mitte erspare ich euch lieber ;)

Beim Ranger klappt das Ganze übrigens scheinbar nur bei voller Leistung, da Elinchrom wohl die Leistung auch über die Leuchtdauer regelt. Mit dem Jinbei geht das auch bei runtergeregelter Power :)

Mit meiner Kombination aus Jinbei Blitz, Pixel King Auslöser und D800 hab ich das Supersyncen ganz gut im Griff, wie sich beim Shooting letzte Woche mit Jacqueline herausstellte.

1/5000s, f2, 50mm, ISO100, Jinbei vermutlich bei voller Leistung durch 90er Oktabox

1/5000s, f2, 50mm, ISO100, Jinbei vermutlich bei voller Leistung durch 90er Oktabox.

Fazit

So, wer es bis hierhin geschafft hat, wird sich sicher fragen, wozu das alles..? Ganz einfach: mir gefällt der Look punktscharfer Bilder mit gut geführtem Licht. Ich kann mit dieser Technik die Sonne als Gegenlicht nutzen, und durch eine Softbox exakt so viel weiches Licht auf mein Modell schicken, wie ich möchte. Aber vor allem bin ich nicht mehr an das nur kurz verfügbare Abendlicht gebunden, in dem ich bei 1/250s einen guten Mix aus Tageslicht und Blitzlicht schaffen kann. Ein schönes Beispielbild habe ich noch: die feinen Wolken an dem Tag hat man mit bloßem Auge kaum erkannt, die extreme Unterbelichtung des Himmels bringt da erst die Zeichnung und den Kontrast.

1/8000s, f2.8, 28mm, ISO100

1/8000s, f2.8, 28mm, ISO100 – leider spiegelt sich der Blitz etwas auf Nics Brille

So, ich hoffe, irgendwer hat meine Idee zu dem Thema verstanden, oder überhaupt erst bis hierher gelesen… Wenn Du wirklich hier unten angekommen bist, hinterlass‘ doch einfach einen kurzen Kommentar hier, oder gerne auch ein Like auf meiner Synczeit Seite auf Facebook oder meinem Portfolio nulleinsfoto – auf Twitter findet ihr mich auch :) Wenn Du selbst schon Bilder mit dieser Technik gemacht hast, würde ich mich über Links in den Kommentaren sehr freuen..!

70 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Ben,
    Kamera musst Du voll manuell bedienen – die weiss ja nix von der Power des Blitzes… Bei den Beispielen hier war immer die K90 Oktabox drauf.

    Der DC1200 ist schon toll, aber halt auch recht schwer. Ich bin mittlerweile beim Profoto B1 gelandet und sehr zufrieden damit :)

  2. Klasse Beitrag, ich hätte mir gewünscht, dass Du vielleicht noch einmal auf die Einstellungen der Kamera näher eingegangen wärst.

    Muss ich die Kamera auf TTL einstellen, obwohl ich den Modus nicht nutze? Oder gibt es irgend etwas anderes beachten?
    Darf ich fragen, welchen Lichtformer Du für den Jinbei FL-500 verwendet hast? Hast Du den Standardreflektor verwendet, oder hast Du die Jinbei K-90 eingesetzt?

    Mir wird gerade von einem Kollegen der Jinbei DC1200 angeboten. Ich muss zugeben, dass ich nicht abgeneigt bin. Weil ich dann die Energiereserven nach oben habe… Port A+B auf A = 1200Ws, nur A = 800Ws und nur B = 400Ws. Finde ich schon sehr reizvoll… Ich möchte das SuperSync für Hochzeitsfotos verwenden. Der Look der Bilder ist außergewöhnlich und nicht jeder traut sich an die Technik ran.

    Möchte eine Nikon D700 und/ oder D800 verwenden.

  3. Hallo Ron,
    Du verlierst bei der Supersync Technik auch eine Menge Leistung, aber startest bei einem Porty halt schon mit deutlich mehr Energie, wovon dann natürlich auch mehr übrig bleibt.
    Generell mußt Du das einfach testen, um zu sehen, ob dir das reicht… Ich bin mittlerweile bei Profoto B1 angekommen – die können auch HSS.
    Aber die Jinbei-Lösung hat schon auch gut funktioniert… Siehe z.B. hier http://www.fotografie-christian-horn.de/blog/2013/05/skateboarding/

  4. Ein sehr interessanter Bericht. Was mich interessieren würde sind die Möglichkeiten von Super Sync bei Sportaufnahmen im Freien (Skate-/Snowboard usw.). Ich bin in diesem Zusammenhang einfach nicht sicher ob SuperSync mit dem Jimbei das Richtige für mich ist. Heute nutze ich alte Nikon SB 24/25 und Metz Blitze, diese haben eine sehr schnelle Abbrennzeit und können den sich schnell bewegenden Sportler gut einfrieren, Nachteil sobald zu viel Sonnenlicht dabei ist, reicht die Leistung der Blitze oft nicht..

    http://image1.redbull.com/rbcom/010/2014-04-09/1331644591560_2/0010/1/600/400/2/jost-arens-backside-lipslide.jpg

    Für mich stellen sich jetzt folgende Fragen, sind die Jimbei Blitze + SuperSync eine sinnvolle Investition für Sportaufnahmen oder ist die die lange Abbrennzeit der Blitze eher negativ.

  5. Die Fummelei mit dem Quadra und den Auslösern usw. hat mich wahnsinnig gemacht :) Seit ich den Profoto B1 hab kommt einem der Grinser im Gesicht gar nicht mehr abhanden :) LG/Hannes

  6. Danke :)
    Die Blitzleistung musst Du manuell regeln. Die Porties dieser Klasse können kein TTL ;)
    Leider kann man da auch mit einem Handbelichtungsmesser nix mehr messen, da mit den Geräten die gesamte abgegebene Lichtmenge gemessen wird. Beim Supersyncen musst Du dich auf den Blick auf’s Display verlassen… Mit ein paar Testschüssen kommst Du da ganz gut hin, mit der Zeit lehrt die Erfahrung schneller als Ziel zu kommen :)

  7. Hallo

    Dein Beispielbild in Schilf ist wunderschön

    Wie bestimmst du die Blitzstärke?
    Ich möchte als Beispiel Outdoor Blende 2.8 und stelle dies an der Kamera so ein. Die Belichtungszeit ergibt als Beispiel 1/2000. Wird die dazugehörende Blitzstärke nun via ETTL gemessen oder muss ich am Blitz die gewünschte Blitzstärke eingeben?
    Ich benutze die Pocketwizard und den Ranger Q dazu, Kamera ist die EOS 5DS R

    Danke für deine Antwort

  8. Pingback: Chrigu Cueni Fotografie » 7 Monate mit dem Jinbei DC-600

  9. Thorsten: Also bei mir klappt das mit 560TX und 560III nicht! Kann aus meiner Sicht auch nicht, da der Blitz zu schnell abbrennt (ausser bei voller Leistung) und der 560TX den Blitz auch nicht früh genug zündet…

  10. Hi,

    Nur als Ergänzung. Funktioniert auch mit dem Yungnuo TX 560N, der als Remote inkl. Stärke und Zoomsteuerung für die günstigen Yungnuo 560 III mit eingebauten RF603 Empfänger.
    Sehr gute und vor allem Preisgünstige Variante Im Netz ein Blitz um 60,- (Fachhandel 70,-) Auslöser 40,-(Fachhandel 60,-).

    Also viel Spass mit Supersyn. Ne echt feine Sache.

    Gruß
    Thorsten

  11. Hallo Daniel,
    ob das mit dem Dörr Blitz geht kann ich dir nicht sagen… Auf jeden Fall muss die Abbrennzeit möglichst lang sein. Zusätzlich brauchst Du noch einen TTL-fähigen Funkauslöser – da gibt’s meines Wissens nach nur den Pixel King.
    Allerdings ist die ganze Supersync-Sache nicht exakt planbar, Du musst also einfach ausprobieren, ob’s geht…

  12. Gratulation super Bericht!
    Ich arbeite mit den Systemkameras Sony Alpha 7 und Sony 6000. Für Aussenaufnahmen mit Akkublitzen sollte ich Gegenlichtsituationen meistern können… z.Bsp. Blende 2,8, 1/8000 Sek. Somit wäre die Supersync-Funktion nötig. Ist der Dörr DMF-480 dafür geeignet oder hast Du Erfahrung mit dieser Kombi, Systemkamera (Verschluss?) und Akkublitzen?

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  16. Hi Marc,
    Danke :) Der HD-II ist tatsächlich eine interessante Erweiterung. Ich habe mittlerweile allerdings einen Profto B1 im Einsatz – einen Jinbei (ich hab‘ aktuell noch zwei Stück hier stehen) werd‘ ich aber abstoßen. Warum nun Profoto und was genau für mich ausschlaggebend war kommt demnächst in einem eigenen Blogpost :)

  17. Hi! Hoffe hier wird noch geantwortet ;)

    Komme jetzt erst in den Genuss von HSS bzw. Supersync., und taste mich da so langsam ran. Die Bilder und Berichte finde ich sehr interessant, aber so wirklich in der Praxis getestet bzw. funktioniert hat es noch nicht.

    Ich nutzte die Yongnuo 622 als Funkauslöser und Empfänger. Als Blitz bisher nur den Canon 480 EXII. Der kann ja HSS. Ist nur die Frage ob das mit dem Supersync dort auch klappt, oder brauchte ich da zwangsweise einen Porty?

    Im Studio nutze ich Jinbei DC400 Blitze. Dort habe ich noch nicht probiert, jenseits der normalen Synczeit zu blitzen.

    Freue mich auf eine hilfreiche Antwort!

  18. Hi Wolfi,
    mit Sony kenne ich leider niemand… Aber, wenn die TTL Auslöser für die Sonys technisch genau so funktionieren, wie bei Nikon, sollte das schon klappen. Etwas abhängig natürlich auch noch vom Zündtiming für Vor- und Hauptblitz, aber klappen dürfte das schon.
    Wenn Du’s getestet hast wäre ich über ein Feedback dankbar, ob das Ganze klappt… :)

  19. Hallo,

    zuerst Lob und Dank für die tolle Beschreibung!
    Hast du den „Supersync“ an einem Jinbei Porty (DC 600) mit den Pixel Kings für Sony (A99) auch schon mal probiert oder kennst du ob es jemand mit den Sony probiert hat und es funktioniert?

    Vielen Dank Wolfi

  20. Hallo Christian!
    Ein super Artikel mit einem absoluten Aha-Effekt, was das Erklären der Supersynczeit betrifft. Ich habe Yongnuo y622 Funkauslöser und die funktioniern super, was diese Problematik betrifft. Ich liebäugle mit Jinbei dc ii 600 Porty und einer 90-er Octagonsoftbox. Habe da super Bilder gesehen und die Hochzeit meiner Tochter im Juni wird es mir wert sein. Vielen Dank für den super Artikel!

  21. Hallo Pascal,
    mit einem Sync-Kabel wird das, denke ich nicht klappen, da die Kamera ja keinen Messblitz abschicken wird, der den Porty früh genug auslöst…
    Ich habe glaube ich mal eine Lösung gesehen, bei der jemand mit etwas Elektronik an einem Synckabel der Kamera vorgegaukelt hat, es wäre ein TTL-Systemblitz drauf – damit würde das klappen, aber frag mich nicht mehr wo ich das gesehen habe ;)

  22. Hallo,
    Danke für den tollen Beitrag und die noch besseren Bildern. Kurze Frage: würde das HSS auch mit einem Kabel funktionieren können? (z.B ein einfaches PC-Sync Kabel)
    Freundliche Grüsse

  23. Klar werden die Kommentare noch gelesen :)
    Bei Canon kann ich’s leider nicht genau sagen, aber das dürfte genauso wie bei meinen Nikons sein: Du mußt den HSS Modus (Canon) bzw. FP-Sync Modus (Nikon) wählen, damit die Kamera überhaupt zulässt, daß eine kürzere Belichtungszeit als die Synchronzeit gewählt wird (1/200s bei der 5DM3). Also einfach umstellen, dann müßte alles klappen.

  24. Hallo, ich hoffe, die Kommentare werden noch gelesen … :)
    Ich weiß leider nicht, „wie“ ich Supersynch einstellen soll ? Ich habe auch Jinbei FL 500/ YN 622, aber im M-Modus meiner 5DM3 kann ich nicht kürzer als 1/200 einstellen. Wenn ich auf Hi-Speed einstelle, bin ich ja nicht im Supersynch-Modus. Kannst Du mir einen Tip geben ?
    Vielen Dank, Grüße Rainer

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  27. Hallo Oliver,
    Danke für den Einwand, allerdings kann ich das Problem bisher nicht feststellen – zumindest mit meiner Kombination an Technik. Kontrollierbar ist das Ganze recht gut, nur daß eben die Belichtungszeit für den Blitzanteil auch wieder eine Rolle spielt.
    Bzgl. der Lichtfarbe habe ich bisher kein Problem festgestellt; die Fabrtemperatur liegt je nach verwendeter Softbox bei knapp über 5000K, Hauttöne passen bestens.

    Wenn dein Einwand stimmt, hieße das ja, dass der Blitz über die Abbrenndauer sein Spektrum verändern müßte, und nur bei voller Nutzung das gesamte Spektrum an Licht schickt… Am Anfang und Ende der Leuchtdauer versteh' ich das noch (dürfte rotlastig sein), aber da hilft, denke ich, wieder das lange Leuchten des Jinbei im Vergleich zu wirklich schnellen Köpfen…

    Ich werd demnächst mal Tests mit Farbkarte machen, dann lässt sich vielleicht etwas mehr sagen.

  28. Alles super, nur ein wichtiger Punkt kommt hier leider nicht zur Sprache, das Licht wird durch das HSS nicht mehr richtig kontrollierbar und das Farbspektrum ist nicht mehr voll vorhanden. Heißt => meist fehlen die Blauanteile im Blitzlicht, welches zu einem recht unnatürlichen Hautton führt …
    Für Spaßfotos und Hobbyfotografie garantiert ein super schönes Tool, allerdings professionell und reproduzierbar nicht wirklich einsetzbar oder nur sehr bedingt.

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  32. Unten angekommen und jedes Wort gelesen und verstanden!! Und ab mit dem jinbei auf meine Wunschliste! Gerne würde ich mal mit dem System arbeiten oder probieren, ich mag den Look ebenfalls total gerne. Tolle Bilder!

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  35. Roman, im Prinzip hast Du Recht – allerdings wird das Licht dann natürlich auch härter, wenn ich damit weiter weg muß… Und ich bin so ein Weichlicht-Fanatiker ;)

  36. Super beschrieben vielen Dank! Ich nutze selber schon seit einigen Monaten den DC1200 von Jinbei und bin durchaus zufrieden. Und da die Intensität mit der Entfernung stark abfällt hatte ich auch nie das Problem zu viel Leistung zu haben.

  37. super Klasse erklärt, vielen Dank.
    Es klingt alles sehr plausibel und nachvollziehbar. Ich selbst spekuliere schon seit langem mit der Jimbei-Technik. Wird wohl meine nächste Anschaffung sein.

  38. Danke Wolfgang :)

    Prinzipiell müßte es mit den stärkeren Jinbeis auch klappen, da die Abbrennzeiten ähnlich dem kleinen FL-500 sind. Allerdings hat man dann, denke ich, wieder das Problem, die Leistung weg zu bekommen. Da hilft dann nur Abblenden, und ich möchte ja mit der Technik vor allem offen fotografieren können…
    Von daher hat sich das kleine 400Ws als optimal erwiesen ;)

  39. Servus,

    Genial gut geschriebener Artikel! Danke!
    Weiß jemand, ob das ganze auch bei den Jinbei DC 600 bzw DC 1200 funktioniert?
    Schöne Grüße,
    Wolfgang

  40. @ChristianK: Im Grunde müßtest Du Recht haben; die Grenze mußte dort sein, wo die nominelle Abbrennzeit des Blitzes erreicht ist (1/1200s beim Jinbei laut Hersteller).
    Ob die Kurve, die ich gemalt habe wirklich stimmt kann ich allerdings nicht sagen. Vielleicht sieht der Leuchtverlauf auch eher aus wie ein Rechteck… Aber leider finde ich dazu aktuell nicht viel raus; man müßte das mal wirklich messen, um konkrete Aussagen treffen zu können.
    Bei der ganzen Sache ist jedenfalls viel Trial & Error im Spiel ;)

  41. Hallo, vielen Dank für den Artikel. Gibt es beim Supersync eigentlich eine maximale Belichtungszeit? Der Blitz wird ja nur sehr kurz heller (der kleine grüne Balken ist auf der Zeitachse ja nur sehr kurz). Also muss ich mindestens mit 1/500s belichten weil sonst ein Schatten im Bild entsteht? Ich hoffe meine Frage ist klar. Danke Grüße Christian

  42. heyyy :) super geschriebener Artikel ! i like it, hab wie gesagt gestern meine pixel king die ich schon länger hatte mit meinem neuen quadra und einem ausgeborgten S-Kopf verbunden geht, was mir aber jetzt fehlt ist ein weiterer test wie sich das ganze bei z.B. 200 Watt verhält – ich glaub wir hatten beim Testen auf 400 Watt gedreht ! lg/hannes

  43. Vielen Dank für den tollen Bericht. Bestärkt "leider" meinen Will-Haben-Faktor, der schon lange die Anschaffung des Jinbei FL-500 fordert!.
    Viele Grüße
    Helmut

  44. Hallo Lucky,

    dank dir für die Antwort. Das mit der Bewegungsunschärfe ist natürlich ein nachvollziehbarer Nachteil. Danke.

    Die Yongnuo's habe ich. Bei den Systemblitzen funktioniert auch die HiSpeedSync (HSS). Das hatte ich aber bisher immer mit "SuperSync" gleich gesetzt, was es ja aber offensichtlich nicht ist.

    Beim nächsten Treffen werde ich versuchen auf jeden Fall dabei zu sein. Klang ja wirklich sehr gut.

  45. Danke, Thomas :)

    Also der einzige, für mich nachvollziehbare Nachteil der langen Abbrenndauer wäre, daß sich schnelle Bewegungen schlecht einfrieren lassen, da der Blitz in den "normalen" Bereichen der Synchronzeit recht lange leuchtet und somit die Bewegungsunschärfe wieder ausgeleuchtet wird.
    Dagegen gibt's z.B. beim Ranger den A-Head, der mit 1/6000s Abbrenndauer deutlich schneller als der Jinbei ist (1/1200s). Mit der Supersync-Methode kann ich dem aber wieder entgegenwirken :)

    Angeblich klappt das mit den Yongnuo-Auslösern auch gut, die YN-622 gibts aber noch nicht für Nikon, soweit ich weiss. Kann ich also nicht testen…
    Hast Du solche? Dann müßten wir mal wieder ein Treffen in der Mitte veranstalten, um damit zu experimentieren..!

  46. Sehr gut beschrieben. Danke dafür.

    Oft werden lange Abrenndauern ja oft als Nachteil angeführt ohne sie konkret zu benennen. Für's supersyncen ist es ja aber klar ein Vorteil. Kann jemand ggf. mal die Nachteile von langen Abrenndauern erklären?

    Zudem: Weiß jemand ob das supersyncen auch mit den Yongnuo E-TTL Blitzauslösern YN-622 funktioniert?

  47. Danke für den interessanten Bericht!

    Ich habe mich erst letzte Woche beim Fotografieren eines Radfahrers über die lange Synchronzeit geärgert – bei 1/250s verwischt der nämlich schon recht deutlich. Auch hier wäre eine kürzere Zeit sehr interessant, mal schauen ob ich mir auch so einen Jinbei zulege…

    Rob

  48. Ein wirklich toller Artikel! Die Erklärung und die Beispiele machen es klar verständlich. Ich bin wieder eine Spur schlauer! Vielen Dank dafür!

  49. Danke für diese interessanten Informationen. Ich beschäftige mich auch schon länger mit dem Thema und ärgerte mich bisher immer mit den bestehenden Einschränkungen. Deinen Ansatz finde ich sehr interessant, ich werde es auf jeden Fall einmal ausprobieren.

  50. hey :)

    der Artikel gefällt mir sehr gut!
    Muss ich unbedingt auch mal ausprobieren.. vielen Dank! ;)

    lg, Kathy

  51. Moin, auch durch :-).. endlich mal jemand der es auf den Punkt und verständlich beschrieben hat. Danke dafür..!!

  52. Sehr schöner Artikel. Spiele auch schon lange mit dem Gedanken mir den Jinbei zu kaufen. Scheint ja gut zu funktionieren! :)

  53. Bin auch angekommen. Und mit großem Interesse verfolgt ;)

    Die Umsetzung kommt später…hoffentlich :)

    LG
    Marten (Chibby)

  54. Sehr cool, jetzt hab ich mich endlich in meiner Anschaffungsüberlegung entscheiden können !!! Danke Dir dafür :-)

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